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Deep Shit

Listen-Liebe: Der große und sehr lange Jahresrückblick 2019

Wow, die Jahresrückblicke sind laut Statistik bei euch mega beliebt. Das finde ich erstaunlich, aber auch sehr erfreulich. Denn diese Beiträge schreibe ich sehr gerne und umso besser, das sie auch bei euch gerne gelesen werden. Auch im Jahresrückblick 2019 findet ihr wie gewohnt nicht nur eine Zusammenstellung von alten Blogbeiträgen, sondern auch Dinge, die ich noch nicht geteilt habe. Los geht`s!

Hinweis: Im Beitrag nenne und verlinke ich Marken, Blogger-Kumpelinen- und Kumpel sowie TV-Sender. Das könnte als Werbung verstanden werden. Alles natürlich ohne Auftrag und aus freien Stücken. Selbst meine Mama durfte keinen Einfluss auf meine Meinung und diesen Beitrag nehmen. Auch in 2019 nicht!


#01 – Das überraschendste TV-Format

Ich hatte es ein bisschen gehofft, war dann aber doch überrascht, wie gut ich Prince Charming fand. Bei den anderen Bachelor-Formaten nerven mich die Hohlfrucht-Kandidatinnen und Kandidaten doch oft sehr. Ich finde da meist kaum jemanden sympathisch, die Dates langweilig, die Einspieler nichtssagend.

PC, wie wir Fans sagen, hat mich ziemlich emotional geflasht. Nicht nur, dass ich Nicolas attraktiv und nett fand, sondern vor allem die Dates und das Leben im Haus konnte ich mir gut geben. Ein bisschen wie eine schwule Klassenfahrt war das, mit relativ wenig Drama und alles wirkte dann doch relativ authentisch. Und ich glaube sogar, dass ein paar Kandidaten tatsächlich wegen der Liebe dabei waren und nicht, um Follower bei Instagram zu generieren. Respekt ;)!

Ein großes Lob auch an die Out of Home-Kampagne zur Show. In vielen Städten hingen Plakate mit „Küssen ist schwul“, „Dating ist schwul“ oder „Liebe ist schwul“. Wer wie ich damit aufgewachsen ist, dass schwul eines der schlimmsten Schimpfworte auf dem Schulhof ist, freut sich wie ein Schnitzel, wenn ein Sender wie RTL so eine Kampagne fährt und ein positives Statement mit dem Wort setzt. Konzipiert wurde die Kampagne übrigens von BDA Creative.

Was doof war: Auch wenn ich selbst kein lineares Fernsehen mehr konsumiere, hätte ich es cool gefunden, wenn RTL das Format im Free TV ausgestrahlt und nicht hinter einer Bezahlschranke im Internet platziert hätte.

Schwul und cool zu gleich wäre es auch, wenn Prince Charming „Der Bachelor“ heißen würde. Warum es Krawatten statt Rosen gab, erschließt sich mir ebenfalls nicht.

#02 – Der schönste (Aus)-Flug

Im Pott ist es bekanntlich ja sehr schön, grün und man kann echt richtig viel erleben. Dennoch macht man dann oft ja das Gleiche, da nehme ich mich nicht aus. Umso dankbarer bin ich, in diesem Jahr zum Indoor Skydiving in Bottrop eingeladen worden zu sein. Der Ausflug war mega. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gemacht und hatte irre viel Spaß. Ich kann euch das Fliegen im Tunnel nur wärmstens ans Herz legen.

Adrenalin beim Indoor Skydiving in Bottrop, dem Ausflugstipp fürs Ruhrgebiet

Vielleicht auch blödstes Gesicht des Jahres: Skydivender Julius

#03 – Das leckerste Rezept

Puuuh, warum habe ich diese Kategorie mit aufgenommen… So als ob ich mich da auf ein Rezept festlegen könnte. Na ja, unterteilen wir das einfach, dann geht es mir leichter von der Hand.

Wer auf süß steht, der sollte ganz unbedingt den Rüblikuchen ausprobieren. Das Rezept habe ich von einer Followerin bekommen und ich freue mich jetzt schon darauf, den Kuchen zu Ostern erneut zu machen. Zwar ist er ganz schön mächtig, aber eben auch sehr geil.

Herzhaft-süß wird es beim karamellisierten Kürbis. Genau, das ist das Rezept, was meine Mutter mit einem Daumen runter bewertet hat. Tja, ist sie selbst schuld, ich liebe die Kombi aus Kürbis, Walnuss, Feta und Honig sehr und auch das Rezept hat es auf meine Liste der Besten geschafft.

Kürbis aus dem Ofen mit Feta, Walnüssen, Honig und Thymian

#04 – Das aufregendste Erlebnis

Das war die Goldhochzeit meiner Eltern. Ja, zwar stand ich an dem Tag nicht im Mittelpunkt, aber ich wollte gerne eine Rede halten. Und ich halte sonst nie Reden. Vor Fremden ist mir das nicht unangenehm und ich bin auch nicht sonderlich nervös, wenn ich beruflich Vorträge halten soll. Ich meine, meist sieht man die Menschen ja eh nicht wieder und wenn man mal nicht besonders ankommt oder die Zuhörenden sich langweilen, ist mir das nur mäßig wichtig. Es berührt mich emotional wenig.

Anders sah das dann bei der Rede für meine Eltern aus. Ich weiß gar nicht, was mich da geritten hat. Ich wollte ihnen eine Freude machen, klar, aber ich wollte auch ihre Leistung würdigen. 50 Jahre Ehe seht ihr jawohl auch als Leistung an, oder etwa nicht ;)?!

Ich veröffentliche mal hier nur einen Teil der Rede. Er war auf jeden Fall der, bei dem ich in der Vorbereitung jedes Mal heulen musste. Deshalb war mein Plan eigentlich auch, die Rede am Tag selbst im Vorfeld noch drei Mal zu proben, damit ich dann so viel geheult habe, dass ich beim Vortragen vor der Family dann cool bin. Hat nicht geklappt. Und daran ist eigentlich auch nur der Schuld, der über Nacht in mein Auto gefahren ist.

Als ich nämlich morgens noch etwas besorgen wollte, sah ich, dass mein Auto voller Kratzer war. Die Polizei am Telefon meinte, ich sollte das unbedingt noch am gleichen Tag anzeigen und so saß ich dann stundenlang auf der Polizeiwache statt die Rede zu üben. Blöd und natürlich ohne Ergebnis: Derjenige, der mir ins Auto gefahren ist und Fahrerflucht begangen hat, wurde nicht geschnappt. Ich hingegen hatte durch die Aktion keine Zeit mehr zum Vorheulen und heulte deshalb im Kreise der Familie wie ein Wasserfall.

(…)
Danke, dass ihr immer da seid… für euch, und für uns Kinder und auch für uns Enkelkinder. Gerade in den letzten Monaten habt ihr wieder einmal euer eigenes Leben oft zurückgestellt, wart mit euren Gedanken bei uns und habt euch um für uns gekümmert.
Danke dafür, dass ihr immer eure Meinung sagt und euch einmischt.
Danke dafür, dass man in eurem Haus immer offen über alles sprechen kann.
Danke dafür, dass ihr – auch wenn ihr ganz anders aufgewachsen und erzogen worden seid – eure Kinder so leben lasst, wie sie es sich wünschen.

Wirklich wahr: Seit mehr als 50 Jahren sind meine Eltern verheiratet

#05 – Die dümmste Aktion des Jahres

Also entweder erzähle ich jetzt hier, wie ich richtig dumm mit meinem linken Auge in den Tannenbaum gelaufen bin. Aua! Oder ich berichte euch davon, wie ich zu meiner neuen Brille kam. Also falls ihr auch mal das Bedürfnis auf Veränderung habt, kann ich euch dieses Vorgehen sehr empfehlen:

Geht shoppen und setzt beim Anprobieren jedes Mal die Brille ab und wieder auf. Irgendwann vergesst ihr sie dann in einer der Umkleiden, rennt weiter und stellt im Parkhaus fest, dass ihr keine Brille tragt. Dann lauft ihr zurück, geht von Geschäft zu Geschäft und fragt, ob jemand eine Kunststoffbrille in der Umkleide gefunden hat.

Wenn ihr sie tatsächlich wiederbekommen solltet, freut euch und trinkt zu Hause erst einmal einen Kaffee auf den Verlust-Schreck. Dazu Brille abnehmen, auf die Herdplatte legen, daneben den Espresso-Kocher stellen, Herd einschalten und den Raum verlassen. Nach nur wenigen Minuten ist eure Kunststoffbrille geschmolzen und der Kaffee durch.

Wahlweise könnt ihr den ersten Part auch überspringen und gleich zum Schmelzen kommen. Funktioniert auch prima ;)!

#06 – Das, was wirklich zählt

Es ist so krass abgenutzt, dass ich es mich kaum zu tippen traue, aber Gesundheit ist nun mal das Wichtigste im Leben. In diesem Jahr musste ich das wieder einmal feststellen. Und natürlich rede ich hier nicht von meinen Wehwehchen wie dem Tritt auf eine Wespe im Sommer oder der Kollision mit dem Weihnachtsbaum im Dezember. Meinem Auge geht es soweit wieder gut, Danke für eure Genesungswünsche :)!

Nein, die Krebs-Diagnose meines Neffen hat mich dann doch sehr aus der Bahn geworfen. Ich habe von der Erkrankung im Urlaub erfahren. Ich saß da gerade auf einer Bank in den Alpen, um mich herum die beeindruckende Bergkulisse, die mir sowieso schon das Gefühl gab, klein und unsichtig zu sein und dann die Nachricht auf meinen Handy, dass man einen Tumor in seinem Rücken gefunden hat.

In diesem Jahr habe ich oft irgendwo gestanden und gedacht, Leute, was für eine unwichtige Scheiße, über die ihr euch aufregt. Im Supermarkt, wenn sich hinter mir jemand vordrängeln wollte, in Bremen, als ein Mann an einer Fußgängerampel mit einem Kind schimpfte, dass auf seinem Fahrrad auf der falschen Seite fuhr oder bei der Arbeit, wenn ein Kunde ernsthaft mit dir darüber diskutieren will, ob er um 12 oder um 12.05 Uhr über etwas informiert wurde. Da dachte ich mir in diesem Jahr dann meist: Ey, macht euren Scheiß doch alleine und lasst mich in Ruhe. Ich habe zu wenig Energie und Lebenszeit, um mich mit dem Quatsch, den ihr für superwichtig haltet, zu beschäftigen.

Mein fester Vorsatz lautet daher für das Jahr 2020: Weniger arbeiten, weniger stressen und mich weniger mit dummen Menschen auseinandersetzen. Nun ja, mal gucken, ob es klappt ;)!

Mein Neffe und ich :)!

#07 – Der ungewöhnlichste Schlafplatz

Im Sommer erfüllte ich mir einen kleinen Traum und übernachtete in einem Baumhaus im Allgäu. Natur pur und Luxus zugleich. Denn die Baumhäuser dort haben nicht nur ein voll-ausgestattetes Bad mit fließend Wasser, sondern auch einen Grillplatz und eine Grillhütte, die mitbenutzt werden können. Um die Häuser herum sind nur Wiesen, Kühe, Wälder und ein kleiner Bach. Ideal, um auszuspannen und mit ein paar Freunden eine Auszeit vom Alltag in der Stadt zu erleben. Ich bin sehr dankbar, dort gewesen sein zu dürfen.

Baumhaushotel Bayern: Schlafen im Baumhaus im Allgäu, eine besondere Übernachtung

Hier lässt es sich gut schlafen: Baumhaus im Allgäu

#08 – Ein letzter Blick zurück

Nochmal schnell gucken, was ich 2018 so in den Jahresrückblick geschrieben habe. Damals erzählte ich euch, dass ich keinen Krankenhausaufenthalt hatte und keine Mandelentzündung. Erwähnenswert war das deshalb, weil man mir 2017 gerne die Mandeln operativ entfernt hätte (Nein, nein, Kliniken verdienen nicht am meisten an OPs, wie kommt ihr darauf?) und mir viele Entzündungen prognostiziert hatte. Ich verkünde offiziell: Auch im Jahr 2019 gab es 0 Mandelentzündungen. So langsam wird es unheimlich. Aber dafür hatte ich neue fancy Krankheitsfeatures wie Lagerungsschwindel. Ich sag euch, besser als jede Karussellfahrt und das ganz kostenfrei nachts beim Schlafen! Könnt ihr auch mal ausprobieren, wenn euch langweilig ist.

Oh je, 2018 schrieb ich als Mahnung an mich selbst, dass ich echt viel zu oft bei McDonald`s war. Tja, 2019 wurde es nicht besser, auch wenn ich beim Fast Food und ganz allgemein viel weniger Fleisch konsumiert habe, vegan bin ich leider noch lange nicht. Am schwierigsten finde ich es nach wie vor auf Käse zu verzichten.

#09 – Die Möglichmacherinnen und -macher

Zum Schluss geht natürlich ein Dank an alle, die hier mir hier und bei Instagram folgen. Durch eure Likes, Herzen, Kommentare und Tipps habt ihr mich durchs Jahr 2019 begleitet und mir eine Freude gemacht. Wenn ich mal unmotiviert war, habt ihr mich aufgemuntert und mich bestärkt, hier einfach weiter zu machen.

Auch in diesem Jahr gab es Unternehmen und Agenturen, die mit mir zusammengearbeitet haben. Ich freue mich über das Vertrauen und bedanke mich dafür herzlich. Nur durch gelegentliche Werbung kann ich die Kosten, die ich für den den Blog habe, ausgleichen. Um es transparent zu machen, noch einmal für euch gesammelt: 2019 habe ich mit meine ernte, Dr. Oetker, Bionade, dem GIZ, der Messe Essen, Landgard, dem Tag des Weins und Bochum Marketing kooperiert.

Jetzt freue ich mich sehr auf das Jahr 2020! Ich feiere Silvester ja nie groß und bin nicht derjenige, der viel auf Jahreszahlen oder Horoskope gibt, aber allein durch den wohligen Klang und das optisch ansprechende 2020 fühle ich mich gut im kommenden Jahr aufgehoben.

Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr

PS: Weil es so schön ist, knalle ich hier ganz dreist noch einmal das gleiche Video wie im letzten Jahr unter den Rückblick. So, nun aus die Maus für 2019. Gehabt euch wohl.

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1 Comment

  • Reply Marina

    Schöner Vorsatz für 2020 – drücke die Daumen, dass es dir gelingt.

    4. Januar 2020 at 18:53
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