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Food & Drinks

Weihnachtlicher Gin Sour mit Mandarine

Rezept Gin Sour mit Mandarine und Eiweiß

Glühgin ist dies nicht, auch wenn es auf den ersten Blick schon recht weihnachtlich zugeht heute. Doch der Gin des Monats ist ein fast klassischer Sour. Einzig der frischgepresste Mandarinensaft bringt dem Gin-Cocktail eine fruchtig-winterliche Note. Zum Rezept inkl. Tasting des Mundart-Gins hier entlang.

Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag

Auf jeden Fall ein Hingucker

Seid ihr auch schon in Weihnachtsstimmung? Bei mir ziehen langsam die ersten Deko-Accessoires ein, die schwer nach Jahresendzeitfest aussehen. Und auch meine Getränke-Auswahl ist stark weihnachtlich geprägt. Statt von morgens bis abends klebrigen Weihnachtsmarkt-Glühwein zu schütten, besinne ich mich aber wie immer beim Gin des Monats eher auf eine etwas gehobenere Spirituose.

Heute habe ich euch einen Sour mitgebracht. Die Fotos habe ich übrigens bereits vor einigen Monaten geschossen. Bei Instagram habe ich sie bereits gezeigt und war etwas irritiert von meiner eigenen übertriebenen Bildgestaltung. Ein bisschen Bokeh, hier noch ein Glanzlicht, da eine Mandarine ins Bild gelegt und das goldene Löffelchen, so als ob man ein Dessert vor sich hätte.

Das ist natürlich Blödsinn und soll lediglich von der naturgegeben eher weniger appetitlichen Farbe des Gin Sour ablenken. Denn wie beim Pisco Sour habe ich für diese Gin-Variante ein Eiweiß in den Shaker gegeben. Zusammen mit dem Zitronen- und Mandarinensaft ergibt das einen eher unschönen Farbton. Als wer möchte gerne einen Schlammcocktail?

Keine Sorge, der Schlamm-Cocktail schmeckt wirklich gut. Entscheidend ist, welchen Gin ihr nehmt, denn dieser ist nicht wie in einem Gin & Tonic komplett ertränkt, sondern sehr deutlich wahrnehmbar. Bei mir ist es in diesem Monat der Mundart-Gin geworden.

Rezept Gin Sour mit Mandarine und Eiweiß

Mundart – Kaiserstuhl Dry Gin

Falls ihr wie ich bislang nichts vom Mundart – Kaiserstuhl Dry Gin gehört habt, spitzt die Ohren. Denn dieser Gin ist definitiv keine Einheits-Wacholder-Plörre, sondern für die Gin-Liebhaber eine interessante Geschmacks-Erfahrung. Einsteiger wird er vermutlich zu wenig Mainstream sein, aber gerade das zeichnet ihn aus.

Nosing and Tasting Notes

Bereits beim ersten Schnuppern fällt auf: Huch, hier habe ich aber mal einen Gin in der Flasche, der seinen eigenen Charakter hat. Fruchtig und frech, kein bisschen sprittig. Für mich etwas gewöhnungsbedürftig.

Auch beim Tasting setzt sich der Eindruck fort. Insgesamt 17 Botanicals vereint der Mundart – Kaiserstuhl Dry Gin. Neben Wacholder ist Anis deutlich wahrnehmbar. Auch Koriander, Orangen- und Zitronenschalen sind laut Hersteller verarbeitet worden. Die Botanicals kommen zum großen Teil aus dem heimischen Garten des Brenners und geben dem regionalen Destillat eine ganz eigene Note, die wie gesagt nichts für alldiejenigen ist, die zum Beispiel den Brandstifter-Gin für ihr Nonplusultra halten.

Mundart Kaiserstuhl Dry Gin Flasche

Design

Wer mal im Netz schaut, wird schnell feststellen, dass es den Mundart in zwei Designs gibt. Das aktuelle gefällt mir sehr gut, auch wenn die alte Flasche ebenfalls echt mega schön ist. Ich mag die geometrischen Formen, das Spiel mit dem Umbruch im Titel und den Farbton der Schrift, die der Flasche eine edle Note geben. Ein kleines Schmuckstück und ideal für’s Gin-Regal. Sehr modern, sehr edel. I like.

Auszeichnungen

Die besondere Qualität des Mundart zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch in den Auszeichnungen, die er bereits einheimsen konnte. Zum Beispiel eine Goldmedaille bei den World Spirit Awards 2018 (geht von Doppelgold bis zu schwach/Fehler), doppeltes Gold bei den CWSA und eine Bronzemedaille bei der World Spirits Competition in San Francisco. Macher Fabian Vögtle ist da ein außergewöhnlicher Gin gelungen.

Rezept Gin Sour mit Mandarine und Eiwei?

Rezept für einen Gin Sour mit Mandarinensaft

Wie schon geschrieben, habe ich der ganz bitteren Note etwas abgeschworen und den Gin mit Mandarinensaft genossen. Das Rezept ist simpel wie immer und für mich eine gelungene Abwechslung.

Zutaten

  • 5 cl Gin
  • 1 cl Eiweiß
  • 2 cl Zuckersirup
  • 3 cl Zitronensaft
  • Mandarinensaft aus 2 Mandarinen

Zubereitung

  1. Ihr trennt das Eiweiß vom Eigelb und gebt nur das Eiweiß in einen Shaker.
  2. Anschließend kommen Gin, Zuckersirup und Zitronensaft hinzu. Wer es saurer mag, kann hier stoppen und kurz shaken. Achtung, das Eiweiß schäumt unter Umstanden sehr stark.
  3. Ich habe noch etwas Mandarinensaft hinzugegeben und mitgeshaked.

Wer will, kann auch noch Eis in den Shaker geben, dann wird der Gin Cocktail noch milder. Logisch, da das Wasser ihn verdünnt und die Temperatur herabgesetzt wird. Im Tumbler würde ich dann aber auf Eis verzichten.

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2 Comments

  • Reply Haydee

    Das hört sich so an, als würde selbst ich ihn trinken. Ich werwähnte bestimmt schon 2 – 17 Mal, dass ich nichts bitteres mag. Daher: hört sich gut an. Aber mal eine unwissende Frage: Eiweiß? Was tut das? Das schmeckt doch nach nichts oder? Optik, Mundgefühl? Spannend…

    1. Dezember 2018 at 13:30
    • Reply Julius

      Hey hey, nein, das schmeckt tatsächlich nach nicht viel und sorgt vornehmlich für eine schöne Textur und ein anders Mundgefühl. Und es schäumt natürlich gut.

      3. Dezember 2018 at 15:43

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