Ruhrgebiet entdecken: Meine Tipps für Ausflüge und besondere Orte

Meine persönlichen Tipps fürs Ruhrgebiet: besondere Ausflugsziele, Halden, Industriekultur, Natur, Bochum und Orte, die ich selbst besucht habe.

Sonnenuntergang auf der Halde Hoheward in Herten mit Blick über das Ruhrgebiet
Panoramablick vom höchsten Punkt der Emscherregion

Was lohnt sich im Ruhrgebiet wirklich? Seit vielen Jahren lebe ich in Bochum und erkunde von hier aus die Region: Halden und alte Industrieanlagen, überraschend grüne Landschaften, besondere Architektur, Cafés und Orte, an denen ich immer wieder gern bin.

Dabei war das Ruhrgebiet für mich selbst lange ein ziemlich weißer Fleck auf der Landkarte. Inzwischen habe ich unzählige Ausflüge, Spaziergänge und Fototouren hier gemacht. Und je länger ich im Revier lebe, desto weniger kann ich mit dem alten Bild vom grauen Ruhrgebiet anfangen.

Natürlich gehören Zechen, Fördertürme und Industrieanlagen dazu. Aber genauso prägen bewaldete Halden, Flusstäler, ungewöhnliche Architektur, alte Siedlungen und erstaunlich viel Grün die Region. Oft liegt all das nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Auf dieser Seite sammle ich meine persönlichen Tipps fürs Ruhrgebiet. Alle Orte habe ich selbst besucht. Manche gehören zu den bekannten Sehenswürdigkeiten, andere eignen sich eher für einen freien Nachmittag oder einen spontanen Ausflug.

Wer länger hier lebt, merkt ohnehin schnell, dass das Ruhrgebiet anders funktioniert als viele andere Regionen. Warum, habe ich auch in meinem Beitrag „5 Dinge, die man am Ruhrgebiet erst versteht, wenn man hier lebt“ aufgeschrieben.

Meine Lieblingsorte im Ruhrgebiet

Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward in Herten

Halde Hoheward in Herten

Für Aussicht ist die Halde Hoheward für mich schwer zu schlagen. Besonders gern bin ich am späten Nachmittag dort, wenn man weit über das nördliche Ruhrgebiet schauen kann.

→ Halde Hoheward entdecken

Der „Kleine Markt“ auf der Margarethenhöhe in Essen – ein zentraler Treffpunkt der Gartenstadt mit historischen Gebäuden und dem berühmten Schatzgräberbrunnen. Der Platz wird seit der Gründung der Siedlung für Märkte und Veranstaltungen genutzt und verleiht der Margarethenhöhe eine lebendige, nostalgische Atmosphäre.

Margarethenhöhe in Essen

Die historische Gartenstadt mit kleinen Plätzen, geschwungenen Straßen und Torbögen zeigt eine Seite des Ruhrgebiets, die so gar nicht zum üblichen Industrieklischee passt.

→ Durch die Margarethenhöhe

Tiger & Turtle Magic Mountain in Duisburg

Tiger & Turtle in Duisburg

Die begehbare Landmarke sieht aus wie eine Achterbahn und bietet ungewöhnliche Perspektiven auf Duisburg. Besonders spannend finde ich sie am Abend. Also geht zur Dunkelheit hin.

→ Tiger & Turtle entdecken

Muttental in Witten

Im Muttental treffen Wald, Wanderwege und die Spuren des frühen Bergbaus aufeinander. Für mich einer der Orte, an denen man das Ruhrgebiet gut versteht.

→ Wandern im Muttental

Blick durch einen Torbogen auf das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund mit Förderturm

Zeche Zollern in Dortmund

Vor allem die Maschinenhalle mit ihrem Jugendstilportal macht die ehemalige Zeche für mich zu einem der schönsten Industriedenkmäler der Region.

→ Zeche Zollern besuchen

Gasometer Oberhausen

Der riesige ehemalige Gasspeicher ist heute ein außergewöhnlicher Ausstellungsort. Dazu kommt der Blick vom Dach über das westliche Ruhrgebiet.

→ Zum Gasometer-Beitrag

Wenn mich jemand fragt, welche Orte im Ruhrgebiet ich besonders gern mag, fallen mir nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten ein. Ich mag vor allem Orte, die etwas Typisches über die Region erzählen oder mich auch nach mehreren Besuchen noch einmal überraschen.

Halden und Aussichtspunkte im Ruhrgebiet

Halde Rheinelbe Gelsenkirchen Himmelstreppe3

Halden gehören für mich zu den Orten, die das Ruhrgebiet besonders machen. Wo früher Bergematerial aus den Zechen aufgeschüttet wurde, liegen heute Aussichtspunkte, Wanderwege und Landmarken.

Ich habe über die Jahre zahlreiche Halden besucht und meine Favoriten in einem eigenen Beitrag zusammengestellt.

Zu meinen Favoriten gehört die Halde Hoheward zwischen Herten und Recklinghausen. Sie verbindet eine weite Aussicht mit dem Horizontobservatorium und der großen Sonnenuhr.

Auch der Tetraeder in Bottrop ist ein Klassiker. Die begehbare Stahlkonstruktion steht auf der Halde Beckstraße und bietet mehrere Aussichtsplattformen.

Noch einmal ganz anders wirkt Tiger & Turtle in Duisburg. Die Landmarke erinnert an eine Achterbahn und lässt sich bis auf den Looping zu Fuß erkunden.

Gerade am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang mag ich Halden besonders. Dann zeigt sich das Ruhrgebiet von oben oft von seiner besten Seite.

Industriekultur und besondere Architektur

Industriekultur gehört zum Ruhrgebiet. Aber sie besteht längst nicht nur aus stillgelegten Zechen und Fördertürmen.

Interessant finde ich gerade die Orte, an denen sichtbar wird, wie unterschiedlich die industrielle Vergangenheit die Region geprägt hat. Dazu gehören repräsentative Zechenarchitektur, Arbeitersiedlungen, frühe Bergbauspuren und riesige Industriegebäude, die heute völlig anders genutzt werden.

Zeche Zollern: Industriekultur mit Jugendstil

Bei der Zeche Zollern in Dortmund lohnt sich schon der Blick auf die Architektur. Besonders die Maschinenhalle mit ihrem markanten Jugendstilportal fällt aus dem Rahmen.

Heute gehört die Anlage zum LWL-Museum Industriekultur. Auch unabhängig von den Ausstellungen ist das Gelände für Architektur und Fotografie spannend.

→ Mehr über die Zeche Zollern

Margarethenhöhe: Industriegeschichte als Stadtgeschichte

Industriegeschichte zeigt sich im Ruhrgebiet nicht nur dort, wo gearbeitet wurde, sondern auch dort, wo Menschen lebten.

Ein besonders schönes Beispiel ist die Margarethenhöhe in Essen. Die Gartenstadt wirkt mit ihren kleinen Straßen, Plätzen und begrünten Innenhöfen stellenweise fast wie eine eigene kleine Stadt.

→ Margarethenhöhe in Essen entdecken

Muttental: Bergbaugeschichte im Grünen

Im Wittener Muttental begegnet euch noch einmal eine andere Seite der Industriegeschichte. Hier begann der Bergbau lange vor den großen Zechenanlagen, die heute das Bild des Ruhrgebiets prägen.

Beim Wandern durch das Tal stoßt ihr auf alte Stollen, Gebäude und weitere Spuren des frühen Bergbaus.

→ Meine Wanderung durchs Wittener Muttental

Gasometer: vom Industriegebäude zum Ausstellungsort

Der Gasometer in Oberhausen zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie ehemalige Industriearchitektur weiterleben kann. Aus einem riesigen Gasspeicher ist einer der ungewöhnlichsten Ausstellungsorte der Region geworden.

Der Innenraum selbst ist dabei fast immer Teil des Erlebnisses. Zusätzlich könnt ihr vom Dach weit über das westliche Ruhrgebiet schauen.

→ Mein aktueller Gasometer-Beitrag

Das grüne Ruhrgebiet: Wandern und Natur

Westruper Heide Haltern am See

Das Ruhrgebiet ist deutlich grüner, als sein Ruf vermuten lässt. Zwischen den Städten liegen Wälder, Flusstäler, Halden und ehemalige Industrieflächen, die sich die Natur zurückgeholt hat.

Gerade beim Wandern fällt mir immer wieder auf, wie schnell sich die Umgebung verändert. Ein Weg beginnt zwischen Wohnhäusern, führt wenig später durch Wald und endet schließlich an der Ruhr oder mit Blick auf einen Förderturm.

Wandern im Wittener Muttental

Das Muttental ist für mich einer der besten Einstiege, wenn ihr Wandern und Ruhrgebietsgeschichte miteinander verbinden möchtet.

Die Wege führen durch viel Wald, gleichzeitig begegnen euch immer wieder Relikte des frühen Bergbaus. Dadurch wird die Runde auch dann interessant, wenn ihr mit klassischen Wanderwegen sonst nicht besonders viel anfangen könnt.

→ Wandern im Wittener Muttental

Von Bochum durchs Ruhrtal Richtung Hattingen

Eine Strecke, die ich selbst immer wieder gern laufe, führt von Bochum-Weitmar durch das Weitmarer Holz und weiter ins Ruhrtal Richtung Hattingen.

Ich mag daran besonders den Wechsel zwischen Wald, Feldern, Ruhr und alter Industrielandschaft. Gleichzeitig lässt sich die Tour je nach Zeit und Kondition unterschiedlich lang gestalten.

→ Wandern von Bochum nach Hattingen

Westruper Heide bei Haltern

Noch einmal völlig anders sieht die Landschaft in der Westruper Heide bei Haltern am See aus. Besonders während der Heideblüte prägen violette Flächen das Naturschutzgebiet, dazwischen führen sandige Wege durch die Landschaft.

Für mich ist sie vor allem ein schönes Ziel für einen entspannten Spaziergang und zum Fotografieren.

→ Westruper Heide in Haltern am See

Bochum: mein Zuhause im Ruhrgebiet

Bochum ist für mich keine Stadt, die sich beim ersten Besuch unbedingt aufdrängt. Viele ihrer besten Seiten liegen nicht rund um ein einziges hübsches Zentrum, sondern verteilen sich über Viertel, Parks, ehemalige Industrieflächen und Orte, die man manchmal erst nach Jahren entdeckt.

Vielleicht mag ich die Stadt gerade deshalb. Ich lebe seit vielen Jahren hier und entdecke trotzdem immer wieder Ecken, die ich vorher kaum kannte.

Aussicht vom Tippelsberg

Wenn ich spontan noch einmal raus und etwas Weite haben möchte, ist der Tippelsberg einer meiner schnellsten Anlaufpunkte.

Der Aufstieg ist kurz, die Aussicht dafür erstaunlich gut. Von oben blickt ihr über Bochum und weit über die Stadtgrenzen hinaus. Besonders gern komme ich zum Sonnenuntergang hier hoch.

Den Tippelsberg findet ihr auch in meinen 10 schönsten Halden im Ruhrgebiet.

Durch Weitmarer Holz und Ruhrtal

Dass Bochum ziemlich grün sein kann, zeigt sich besonders im Süden. Von Weitmar aus könnt ihr durch den Wald bis ins Ruhrtal laufen und von dort weiter Richtung Hattingen.

Das ist eine dieser Strecken, auf denen ich zwischendurch fast vergesse, dass ich mich mitten in einer der größten Metropolregionen Deutschlands befinde.

→ Meine Wanderung durchs Ruhrtal

Kaffee im Kortländer Kiez

Wenn ich an Cafés in Bochum denke, lande ich ziemlich schnell im Kortländer Kiez nördlich der Innenstadt.

Mit dem Hi Kalle und dem KRTLND liegen dort gleich zwei Cafés, über die ich auf ruhrwohl bereits geschrieben habe.

→ Mein Besuch im Hi Kalle

→ Mein Beitrag über das KRTLND

STÜH33 und KoFabrik

Nur ein Stück weiter liegt mit dem STÜH33 ein weiteres Café, das für mich eng mit der Entwicklung des Viertels verbunden ist.

Es befindet sich in der ehemaligen Eisenhütte an der Stühmeyerstraße, die als KoFabrik neu genutzt wird. Gerade diese Verbindung aus Café, alter Industriearchitektur und neuem Stadtleben passt ziemlich gut zu Bochum.

→ Mein Besuch im STÜH33

Einen ausführlichen Bochum-Guide mit meinen liebsten Orten, Cafés, Spaziergängen und Ausflugszielen möchte ich künftig noch ergänzen.

Ruhrgebiet nach Städten

Besonders viele Beiträge gibt es inzwischen zu Bochum, wo ich selbst lebe. Einen eigenen Bochum-Guide mit meinen liebsten Orten, Cafés, Spaziergängen und Ausflugszielen möchte ich künftig noch ergänzen.

Das Ruhrgebiet ist keine einzelne Stadt, sondern ein Geflecht aus vielen Städten, die teilweise fast nahtlos ineinander übergehen und trotzdem ziemlich unterschiedlich sind.

Wenn ihr gezielt nach einem Ort sucht, findet ihr auf ruhrwohl bisher unter anderem die Margarethenhöhe in Essen, die Zeche Zollern in Dortmund, Tiger & Turtle in Duisburg, den Tetraeder in Bottrop, den Gasometer in Oberhausen, die Halde Hoheward zwischen Herten und Recklinghausen, das Muttental in Witten und die Westruper Heide bei Haltern am See.

Besonders viele Beiträge gibt es inzwischen zu Bochum, wo ich selbst lebe.

Mit der Zeit möchte ich diese Stadt- und Themenbereiche weiter ausbauen. Gerade Essen, Dortmund und Duisburg bieten noch deutlich mehr Stoff für eigene Beiträge.

Ruhrgebiet nach Anlass

Manchmal weiß man noch gar nicht genau, wohin man möchte. Dafür aber, was man unternehmen will.

Für Aussicht
Hoheward, Tetraeder, Tippelsberg

Für Industriekultur
Zeche Zollern, Gasometer, Muttental

Für Natur und Wandern
Muttental, Ruhrtal, Westruper Heide

Kostenlos
Halden, Westruper Heide, Ruhrtal, Margarethenhöhe

Für Sonnenuntergänge
Hoheward, Tippelsberg

Zum Fotografieren
Tiger & Turtle, Hoheward, Margarethenhöhe, Zeche Zollern

Bei Regen
Gasometer, Zeche Zollern

Diese thematischen Empfehlungen möchte ich künftig noch ausbauen. Eigene Guides zu Fotospots, Sonnenuntergängen, kostenlosen Ausflügen und Zielen bei schlechtem Wetter stehen deshalb noch auf meiner Liste.

Häufige Fragen zum Ruhrgebiet

Was sollte man im Ruhrgebiet unbedingt gesehen haben?

Wenn ihr zum ersten Mal im Ruhrgebiet seid, würde ich nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Sucht euch lieber unterschiedliche Seiten der Region aus.

Eine Halde mit Aussicht, ein Industriedenkmal und ein grüner Ort vermitteln meiner Meinung nach mehr vom Ruhrgebiet als eine möglichst lange Liste.

Meine persönlichen Favoriten sind unter anderem die Halde Hoheward, die Margarethenhöhe, Tiger & Turtle, das Muttental, die Zeche Zollern und der Gasometer Oberhausen.

Welche sind die schönsten Halden im Ruhrgebiet?

Zu meinen Favoriten gehören die Halde Hoheward, der Tetraeder in Bottrop, Tiger & Turtle in Duisburg und der Tippelsberg in Bochum.

Insgesamt habe ich zehn besonders lohnenswerte Halden in einem eigenen Beitrag zusammengestellt.

Zu den schönsten Halden im Ruhrgebiet

Ist das Ruhrgebiet wirklich so grün?

Ja. Das merkt ihr besonders, wenn ihr die Innenstädte verlasst.

Wälder, Ruhrtal, Halden, ehemalige Bahntrassen und renaturierte Industrieflächen ziehen sich durch große Teile der Region. Gerade das Nebeneinander von dicht bebauten Städten und erstaunlich viel Natur ist für mich eine der Besonderheiten des Ruhrgebiets.

Wo hat man eine schöne Aussicht über das Ruhrgebiet?

Besonders gute Aussichten habt ihr von vielen Halden.

Die Halde Hoheward bietet einen sehr weiten Blick über das nördliche Ruhrgebiet. In Bochum mag ich den Tippelsberg, in Bottrop den Tetraeder und in Duisburg Tiger & Turtle.

Kann man das Ruhrgebiet gut ohne Auto erkunden?

Viele bekannte Sehenswürdigkeiten sind mit Bus und Bahn erreichbar. Gleichzeitig ist das Ruhrgebiet sehr groß und besteht aus vielen Städten.

Für einzelne Ausflüge funktioniert der öffentliche Nahverkehr gut. Wer mehrere weit auseinanderliegende Ziele an einem Tag verbinden möchte, muss allerdings häufig mehr Zeit einplanen.

Welche Ausflugsziele im Ruhrgebiet sind kostenlos?

Viele meiner liebsten Ziele kosten keinen Eintritt. Dazu gehören beispielsweise die Halde Hoheward, der Tetraeder, Tiger & Turtle und der Tippelsberg.

Auch Spaziergänge im Muttental, durch das Ruhrtal, in der Westruper Heide oder durch die Margarethenhöhe könnt ihr kostenlos unternehmen.

Noch mehr Ruhrgebiet auf ruhrwohl

Diese Seite soll kein fertiger Reiseführer sein. Sie wächst mit den Orten, die ich selbst besuche und über die ich auf ruhrwohl schreibe. Gerade das Ruhrgebiet verändert sich ständig. Und auch nach vielen Jahren gibt es für mich noch genug Ecken, die ich nicht kenne. Neue Ausflugsziele, Spaziergänge, Cafés und besondere Orte werde ich deshalb nach und nach hier ergänzen.