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Einmal Holland und zurück

Neulich saß ich mit meiner Arbeitskollegin beim Mittagessen. Sie war gerade an der deutschen Nordsee gewesen und berichtete von ihren Erlebnissen: Von Kurtaxe und Poloshirts, Strandbuden und Schlecht-Wetter. Da fiel mir auf, dass ich seit Jahren nicht mehr an der deutschen Küste war. An der Nordsee war ich jedoch sehr oft, allein in diesem Jahr drei Mal. Aber statt im eigenen Land zu bleiben, steht bei mir Holland sehr hoch im Kurs. Aus Gründen, alle natürlich höchst subjektiv. Ich nenne euch heute mal ein paar, um euch davon zu überzeugen, dass ihr lieber nach Holland fahren solltet. Oder zumindest AUCH nach Holland und nicht nur an die deutsche See.

Fünf Knaller-Gründe für Holland

  • Die niederländische Küste ist vom Ruhrgebiet sehr schnell zu erreichen. Laut Onkel Google braucht man von Bochum bis nach Katwijk nur 2:30 Stunden – bis nach Cuxhaven mehr als 3. Das heißt, morgens hin, sich tagsüber vom Wind durchpusten lassen und abends zurückfahren, ist mehr als drin. Vorausgesetzt natürlich, dass einem Autofahren nicht viel ausmacht. Die Übernachtung kann man sich so jedenfalls sparen.
  • Wer an der deutschen Nordsee übernachtet, zahlt Kurtaxe. Wer nur einen Tagestrip nach Holland macht, der zahlt nicht, da er dort nicht übernachtet.
  • Die Holländer haben breite Sandstrände, die meist recht leer sind. Selbst im Juli hatten wir einzelne Strandabschnitte fast für uns alleine. Wir mussten sie nur mit vorwitzigen Möwen teilen. Öhm, okay, vielleicht ist es auf Sylt am Strand auch nicht voller. Keine Ahnung, ehrlich gesagt.
  • Deutschland ist super, ich fahre mega-gerne ins Allgäu, liebe den Pott und bin häufig in Hamburg oder Berlin. Doch in Holland sprechen die wenigsten Menschen Deutsch, die Verkehrsschilder sehen ein wenig anders aus, auf den Autobahnen muss man entspannte 130 km/h fahren. Für mich stellt sich dadurch sehr schnell ein Urlaubsfeeling ein, das ich in Deutschland nicht so sehr habe.
  • Die Niederländer haben echt schöne Strandhütten. Ich bin von meinen Badeurlauben vor allem schmierige Buden gewöhnt, in denen man Badelatschen, Sonnencreme, Schwimmreifen oder Plastikspielzeug kaufen kann – funktional und unansehnlich eben. Von der deutschen Nordsee kenne ich dann noch die gutbürgerlichen, friesischen Restaurants, die sicherlich ihre Berechtigung haben, doch super gerne gehe ich dort nicht essen. Außerdem sind sie meist an einer Straße gelegen und nicht mit direktem Strandzugang. Geradezu begeistert bin ich deshalb von den Bars in Holland: Sie sind nicht nur wunderschön eingerichtet, die Bars sind wirklich direkt am Strand.

Ich war in diesem Jahr schon in den verschiedensten holländischen Städtchen. Alle sind sich recht ähnlich. Ein paar Unterschiede und Besonderheiten gibt es dann aber schon.

Egmond aan Zee: Hier befindet sich das allseits bekannte Hotel Golfzang mit seinen verwirrenden Gängen, aber vor allem mit einem Blick, der den nicht ganz günstigen Zimmerpreis rechtfertigt. Je höher euer Raum gelegen ist, desto großartiger kann man über das Meer blicken. Falls ihr dort mal eincheckt, bucht unbedingt ein Zimmer weit oben, von dort habt ihr die Strandpromenade nicht mehr im Blick.

Katwijk aan Zee: Etwa fünf Kilometer westlich von der Stadt mit dem böse-klingenden Namen Leiden liegt Katwijk. Hier kann man ganz hervorragenden Kuchen im Café De Bonte Kraai essen. Healthy Food, ein gemütlicher Gastraum und auch ein bisschen Außengastronomie bietet der Inhaber. Die Deko ist hier der Knaller. Hier trifft Kitsch auf Kleinkram, Superman auf Bambi, Fangnetze auf Plastikseepferdchen. Und ganz nebenbei schmeckt es super-gut. Probiert den Möhrenkuchen!

Zandvoort: Auch dieses Städtchen liegt an der Westküste Hollands in unmittelbarer Nähe zu Haarlem. Tagsüber kann man in Haarlem mit all seinen süßen Lädchen wunderbar shoppen. Einen Übersicht der besten Läden findet ihr demnächst bei Berit. Aber auch zum Schlendern, einen Kaffee trinken gehen und um die vielen schönen Gassen und Häuschen zu genießen, ist Haarlem mein Holland-Favorit. Gegen Abend lohnt es sich dann raus nach Zandvoort zu fahren, um den Sonnenuntergang am Strand mitzunehmen. Hier finden sich zwei richtig schöne Bars, samt Lichterkette, Schaukel und Feuerschale.

P.S.: Ich habe gerade im Radio gehört, dass es auf Sylt „aus ästhetischen Gründen“ verboten ist, Sandburgen am Strand zu bauen. Nix darf man in Deutschland…

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5 Comments

  • Reply Berit

    Einfach nur „JA!“
    und wie geil ist denn bitte das Sprichwort <3

    20. August 2017 at 12:26
  • Reply nike

    #ichhabdadiesesdingmitdenniederlanden – und trotzdem war ich bisher in keinem der von dir aufgezählten orte. muss ich wohl ändern. die fotos sind auf jeden fall toll und machen bock auf mehr. und meer. aber auch abseits der küste können sich die niederlande sehen lassen …

    20. August 2017 at 14:30
    • Reply ruhrwohl

      Auf jeden Fall! Und ich war früher niiiie in Holland. Obwohl ich in NRW aufgewachsen bin. Mit meinen Eltern war ich oft im Süden und als Kind ein paar Mal an der deutschen Nordsee. Entdecke jetzt erst für mich die ganzen holländischen Städtchen und die Küste.

      20. August 2017 at 18:13
  • Reply Mirtana

    So schöne Fotos und jetzt habe ich Meerweh. Ich bin generell gerne bei unseren Nachbarn, die sind gefühlt dutzend Mal entspannter als wir. Und Egmond aan Zee muss ich auch mal wieder besuchen – wenn mein Auto nicht wieder entscheidet mir nur noch den vierten Gang zur Verfügung stellen zu müssen 🙂

    20. August 2017 at 21:35
  • Reply Zitronenkojotin

    Hier auch große Hollandliebe. Alles putzig dort. Cafés putzig, Städtchen putzig, Katzen putzig, Häuschen putzig. Wohnungen putzig. Sprache putzig. Strand gigantisch. 😍 Wir sind Mitte September und der Ecke von Leiden. Diesmal Neuland. Waren bisher in Bergen, Bergen an Zee, Egmont, Arnheim, mehrmals Texel (sehr sehr sehr zu empfehlen. Da haste alles von Holland komprimiert), Zeeland.

    Das ist so ein Land, wo man sich sofort wohl fühlt. Und ich hab den Eindruck, die Holländer machen vieles intelligenter. Aber ist ja auch einfacher in so einem kleinen, putzigen Land 😂

    21. August 2017 at 7:38
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