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Deep Shit

Listen-Liebe: Der große, total subjektive Jahresrückblick

Werbung* Geil, endlich kann ich auch mal so einen Jahresrückblick schreiben wie die ganzen anderen Blogger. Davon habe ich, ungelogen, seit jeher geträumt. Allein dafür musste mein Blog an den Start gehen: Um endlich meiner ausgeprägten Listen-Liebe frönen zu können. Aus diesem Grund präsentiere ich stolz: 17 Dinge, die in diesem Jahr 2017 bombe waren und an dieser Stelle noch einmal gewürdigt werden sollen. Schön übersichtlich in Listen-Form.

*Hinweis: Im Beitrag nenne ich Marken und Restaurants. Dies könnten einige von euch als Werbung empfinden. Fakt ist, ich habe für die Nennung kein Geld erhalten und stehe nicht in einem Vertragsverhältnis mit einem der genannten Unternehmen. Vielmehr nenne ich die Restaurants und Marken, da ich sie super finde.


  • #01 – Das Winterwetter: Ich dachte, wir fangen mit etwas an, an das sich alle noch gut erinnern können. Im Ruhrgebiet hat es im Advent an mehreren Tage geschneit und dieser Schnee ist liegen geblieben. Da das so selten ist und passender als an einem Adventswochenende, an dem ich auch noch frei hatte, nicht hätte sein können, schafft es der Schnee in die Top 17.

Im Dezember schneite es in NRW gleich mehrfach. © Foto: Juli Pott

  • #02 – Bester Nachbarschaftsbesuch: Wenn ich mich nicht verzählt habe, war ich fünf Mal in diesem Jahr in Holland. Ganz besonders in Erinnerung ist mir das mega-schöne Wochenende Ende September. Da sind ein Kumpel und ich nach Urk gefahren, hatten drei Tage strahlenden Sonnenschein und mehr als 20 Grad. Einfach traumhaft. Zudem war die Pension günstig und der Vermieter sehr nett. Highlight der Tour: Die Stadt Giethoorn mit ihren vielen Grachten, den Reet-Häuschen und den lustigen Asiaten.
Kanal in Giethoorn

Giethoorn war in diesem Jahr mein absolutes Holland-Highlight.

  • #03 – Beste Investition des Jahres: Eindeutig die 3-Euro-Lichterkette aus dem Black. Sorgt nicht nur auf Food-Fotos für ein schönes Bokeh im Hintergrund, sondern eignet sich auch hervorragend, um sich selbst ins rechte Licht zu rücken.
  • #04 – Beste Entscheidung des Jahres: Diesen Blog hier an den Start zu bringen. Ja, das hätte ich schon vor vier Jahren mal machen sollen, dann hätte ich es vielleicht in der Blog-Welt auch noch zu was bringen können. Egal, Karl. Jetzt lesen meine Beiträge mal mehr mal weniger Leute, aber die Freude, die mir das Recherchieren, Schreiben und Fotografieren macht, ist ein echtes Wohlfühlplus in meinem 2017er-Leben. Außerdem habe ich wirklich viel Feedback von euch bekommen, was mich einfach mega freut. Denn mein Blog ist nun wirklich nicht besonders innovativ. Umso mehr freut es mich, wenn dann doch einige Kommentare schreiben oder mir bei Instagram Feedback geben. Danke dafür!
  • #05 – Bestes, und wohl auch einziges Do-It-Yourself-Projekt des Jahres: Die Kerzenhalter gefüllt mit Eukalyptus-Zweigen und Wasser. Pinterest make me do it. Wollte auch mal für einen Tag einem Trend hinterherlaufen.
Kerzenhalter mit Eukalyptus

DIY nach zu viel Pinterest: Kerzenhalter mit Eukalyptus

  • #06 – Tollste Kunstaktion des Sommers: Die Skulptur Projekte in Münster. Leider finden die nur alle zehn Jahre statt. Aber nun gut, ich denke einfach heute noch einmal zurück an einen Sommer voller crazy Installationen, Schrebergartenkunst, einem Unterwasser-Steg im Hafenbecken, langen Abende in der Trafobar der Finne-Jungs und einen Besuch meiner guten Freundin Kathrin. Erstaunlicherweise war auch da echt gutes Wetter.
  • #07 – Erkenntnis des Jahres: Ein bisschen eso geht doch. Nachdem ich sonst immer laut „Geh mir weg damit“ gebrüllt habe, wenn Leute mir was vom Universum oder Engeln erzählt haben, bin ich durch Juli auf den Podcast von Laura Marlina Seiler gekommen. In einer echt doofen Phasen hat der mir Kraft gegeben und mich positiv beeinflusst. Das hat mich nicht nur überrascht, sondern mich auch an meinen eigenen Vorurteilen zweifeln lassen. Merke: Häufiger mal Dinge unvoreingenommen ausprobieren sollte ich häufiger machen.
  • #08 – Größte gemeisterte Herausforderung: Der Wegzug eines sehr guten Freundes und der Weggang meiner liebsten Arbeitskollegin. Abschiede sind immer scheiße. Ich musste in diesem Jahr gleich zwei verdauen. Zum einen ist ein sehr guter Freund, der mir immer treu zur Seite stand, nach Berlin gezogen. Das ist zwar nicht aus der Welt, aber weit weg. Und wenn es einem doof geht und man gerne mal eben für einen Abend zu ihm fahren wollen würde, ist das nun einfach nicht mehr möglich. Zudem hat meine Arbeitskollegin gekündigt. Ein harter Schlag für mich. Wir haben uns fünf Jahre gegenüber gesessen. Es gibt wohl keine Person, mit der ich mehr Zeit verbracht hätte in den letzten Jahren als mit ihr. Mit beiden Dingen gut klar zu kommen und auch die Chancen darin zu sehen, hab ich Nina zu verdanken. Sie hat mir innerhalb weniger Stunden durch ihre hervorragende Gabe klar machen können, wie ich besser damit umgehen kann und mir so geholfen, diese beiden Herausforderungen fast schmerzfrei zu überstehen.

Matera in Süditalien war für mich die ungewöhnlichste Stadt, die ich 2017 besucht habe.

  • #09 – Die außergewöhnlichsten Locations durfte ich dank Juli in Italien besuchen. Alle von ihr ausgesuchten Wohnungen waren top. Wunderschön, riesengroß, toll gelegen, total außergewöhnlich. Es war einfach alles dabei. Besonders war natürlich die Nacht in der Felsenwohnung oder unserer letzte Unterkunft an der Amalfi-Küste. Ich glaube, ich habe noch nie so viele unterschiedliche, farbenfrohe Fliesen in einem Haus gesehen. Aber auch das Geister-Hotel in Ispani war mega. Ganz lieben Dank für deine Mühen, die du dir mit der Unterkunfts-Suche gemacht hast, Juli!
  • #10 – Restaurant des Jahres: Dieser Titel geht wie in den Jahren zuvor auch an das Franz Ferdinand und das Yamas in Bochum. Beide Läden sind einfach eine Wucht, höchst unterschiedlich, aber das Essen ist jedes Mal der Knaller. Und der Service im Franz Ferdinand ist bei jedem Besuch spitze. Freundlich, zuvorkommend, mit dem gewissen Humor und weder besonders fein, noch nervig kumpelig oder gar cool-distanziert. Einfach gut. Punkt.
  • #11 – Nettester beruflicher Kontakt: Korn-Ambassador Björn. Der kann nicht nur Cocktails auf Korn-Basis zaubern, die jedes Vodka- oder Rum-Mischgetränk alt aussehen lassen (Ja, Korn ist das neue große Ding, lasst es euch gesagt sein), nein, er ist auch noch unkompliziert, hat coole Ideen und bedankt sich immer bei mir. Eigentlich traurig, dass hier groß erwähnen zu müssen, doch ich habe beruflich so viele Kontakte, die einfach unhöflich und unfreundlich zu ihrem Dienstleister sind, dass ich mich freue, wenn es dann Menschen wie Björn gibt, die bei E-Mails eine Anrede formulieren oder einfach mal „Danke“ sagen. Mehr wünscht man sich als Dienstleister gar nicht.
  • #12 – Leckerstes Backrezept: Die Mandelhörnchen-Sticks, zu denen mich Katti inspiriert hat. Es lohnt sich dann doch, den ganzen Food Blogs zu folgen. So habe ich es gechafft, meinen Facebook-Feed fast gänzlich von Hate-Speech (weniger Nachrichtenseiten-Abos) zu befreien und mit leckeren Rezepten zu füllen.
Mandelhörnchenrezept

Gebacken in weniger als einer Stunde sind diese Mandelhörnchen-Sticks mit Schoko-Glasur.

  • #13 – Schönste Überraschung des Jahres: Der Gewinn des Buches „Bake & the City“ von Tobi sowie einer Eistorte der Kuhbar aus Dortmund. Eigentlich schreibe ich das auch nur hierhin, um mich selbst daran zu erinnern, dass ich den Eistorten-Gewinn noch einlösen muss. Ich hatte einen Gutschein dafür bei Maike gewonnen, mich gefreut und beiseite gelegt. Herrje, da muss im Frühling unbedingt mal eine Entscheidung her, denn das Eis der Kuhbar ist grandios. Da kann eine ganze Torte Eis ja nur noch grandioser sein.
  • #14 – Bester Ruhrgebiets-Spot: Die neue Werbenummer des RVR. Ich habe in diesem Jahr den Pott etwas vernachlässigt, einfach weil ich nach meinen mehr als fünf Jahren hier so ein bisschen das Gefühl habe, ich kenn nun alles. Jede Halde mindestens ein Mal bestiegen, die Cranger Kirmes und die ExtraSchicht mitgemacht, das RuhrMuseum besucht, den Förderturm des Bergbaumuseums zig drölfionen Mal fotografiert… Da wird man ein bisschen pottmüde. Der Spot des RVR hat mich da aufgerüttelt. Er zeigt mal nicht das klassische Bild von Kohle und Maloche, sondern eine andere Seite. Und auch ich möchte 2018 mal ein paar neue Seiten des Ruhrgebiets erkunden.
  • #15 – Einen Anfang machte ich 2017 damit, dass ich im Pott Fahrrad fuhr und dadurch Dinge sah, die ich sonst nie sehe. Wer sich immer nur mit der Bahn oder dem Auto fortbewegt, verpasst eine Menge. Das habe ich in diesem Jahr bei einigen Radtouren festgestellt. Denn Radwege führen einen woanders lang, querfeldein, in Wohngebiete, die man nicht kennt und zu Feldern uns Seen, die man nur aus anderen Perspektiven kennt. Großer Vorsatz: In 2018 wird mindestens ein Mal pro Monat eine Tour gemacht.
  • #16 – Beim Radfahren habe ich auch wieder gelernt, alleine zu sein. Früher konnte ich das sehr gut, dann gab es eine Zeit, in der ich mich nur motivieren konnte, raus zu gehen, wenn Juli mich mitgeschleppt hat. Beim Radeln durch Bochum, Essen und Wattenscheid habe ich gemerkt, wie angenehm ich es fand, alleine und in meinem Tempo die Landschaft zu erkunden. Na ja, wobei man natürlich im Pott bei gutem Wetter nur selten Orte findet, an denen man wirklich alleine ist.
  • #17 – Das erste Mal ausprobiert: Lasertag und AirHop, also Trampolin-Springen. Ja, ernsthaft, ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor auf einem Trampolin gewesen zu sein. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit. Mein Fazit: Ist super. Super anstrengend, super spaßig und am nächsten Tag super Muskelkater. Aaaaaber, ich werde es wieder tun. Denn selten hat Sport sich so wenig nach Sport angefühlt wie beim AirHop. Außerdem kann man sich dort auf einer Stange duellieren wie damals die American Gladiators oder muss über sich immer schneller werdende Hindernisse springen im Takeshi’s Castle-Style.

That’s it. Jetzt bin ich erst einmal raus und auf dem Weg ins Allgäu. Ich hoffe, wir haben dort ein wenig Schnee, wenn das dieses Jahr schon Weihnachten nicht geklappt hat. Falls nicht, geht es einfach etwas weiter in die Alpen. Wir lesen uns im neuen Jahr wieder. Euch eine schöne Zeit, vielen Dank für all eure Likes, Kommentare und die Gespräche hier und bei Instagram. Habt eine schöne Zeit, rutscht gut rein und ein frohes neues Jahr 2018!

P.S.: Ihr habt noch keinen Kalender für das jahr 2018? Vielleicht ist dann dieser hier etwas für euch.

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8 Comments

  • Reply Haydee

    Das ist ein echt schöner Jahresrückblick, den ich gerne gelesen habe! Ich finde nämlich eigentlich Rückblicke doof – wenn sie denn quasi nur aus aufgewärmten Posts bestehen, die man ja eh schon gelesen hat..
    Vielleicht nehme ich mir an dir mal ein Beispiel. Wenn ich mich aufraffen kann. Im Dez/Jan schlummert mein Blog erfahrungsgemäß ein wenig im Winterschlaf vor sich hin.
    Hui, Allgäu. Na, da wünsche ich viel Spaß, Schnee und einen guten Rutsch (bitte nicht wörtlich nehmen) ins neue Jahr!
    LG Haydee

    28. Dezember 2017 at 19:47
    • Reply Julius

      Danke, freut mich. Ja, setze dich da auch einmal dran. Mir hat es geholfen, mich noch einmal zu fragen, was eigentlich alles in 2017 gut war. Da ist dann doch viel zusammen gekommen. Hat mich überrascht und mir ein paar gute Stunden bereitet 🙂
      Liebe Grüße

      28. Dezember 2017 at 21:26
  • Reply Stephanie B.

    Sehr schöner Rückblick… Danke dafür und für die Inspiration. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und eine große Portion Schnee… Bring was mit wenn du wieder in den Pott kommst.

    28. Dezember 2017 at 23:11
  • Reply Francaphiline

    Hat mir sehr gut gefallen und war total angenehm zu lesen,dein Jahresrückblick! Ausserdem hat er mich daran erinnert 2018 mal öfter den „Hintern“ hochzubekommen…vielleicht auch für neue Dinge.

    29. Dezember 2017 at 9:54
  • Reply Tine

    Toller Rückblick ♥

    Und bei Björn bin ich absolut dabei! Der Typ ist einfach klasse und ich hab mich mega gefreut, dass wir uns im letzten Jahr kennengelernt haben!

    Auf viele schöne & tolle Momente in 2018 ♥ ♥ ♥

    3. Januar 2018 at 22:06
  • Reply www.ruhrwohl.de - „Fünf Fragen am Fünften“ - Monat Januar - www.ruhrwohl.de

    […] bei Nic die neue Monatskolumne gesehen habe, packte mich allerdings die Schreiblust. Denn nach dem Rückblick auf das Jahr 2017 hatte ich wenig Bock, auch noch einen Blogpost zu meinen Vorsätzen für das Jahr 2018 zu […]

    6. Januar 2018 at 17:53
  • Reply Julika - 45 lebensfrohe Quadratmeter

    Ein schöner Jahresrückblick! Irgendwie auch besser als meiner, bei dem es nur drum geht zu schauen, ob ich meine Vorsätze durchgezogen hab. Vielleicht schneid ich mir da mal ein Scheibchen von Dir ab. : )
    Den Weggang meines liebsten Arbeitskollegen, der mit vier Jahre gegenüber saß und mich und meine Macken in- und auswendig kannte, hat mich dieses Jahr auch hart getroffen. Ich hab mich dann schnell an einen anderen Tisch im Großraumbüro gesetzt und mir das Arbeitsleben anders wieder schön gemacht. Ich hätte es in dem zweier Büro, in dem wir saßen, nicht gut länger ausgehalten. ; )
    Schön, dass Du jetzt einen blog hast, hab ich heut erst mitbekommen. Ich komm dann mal öfter vorbei! : )
    Liebe Grüße! Julika

    9. Januar 2018 at 10:44
  • Reply Ess Kabaemm

    Tip Top! Gerne gelesen. Die Sache mit dem Blog muss ich mir auch noch überlegen, früher hatte ich mal einen, habe das Schreiben irgendwann vernachlässigt und ihn dann gelöscht. Spaß macht’s aber schon.
    Erstmal hier umschauen, der Jahresrückblick war mein erster Kontakt mit deinem Blog. ?

    10. Januar 2018 at 7:28
  • Leave a Reply