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Ruhrpott

Lokale Lädchen: Das „Twentynine Palms“ in Essen-Rüttenscheid

Twentynine Palms Essen Rüttenscheid

Werbung* Wer mir bei Instagram schon länger folgt, kennt mich noch aus der Zeit, in der für mich grünes Wohnen bedeutete, mir eine Vase Tulpen auf den Tisch zu stellen. Denn bis vor ein paar Jahren hatte ich mit Pflanzen nicht wirklich viel am Hut. Ich war zufrieden damit, mir ab und zu Schnittblumen vom Markt zu gönnen und einen Kaktus ins Wohnzimmer zu stellen. Den goss ich dann so lange, bis er sich in Pudding verwandelte und in den Müll wanderte. 

*Hinweis: Ich stelle euch den Laden vor, da ich ihn cool finde. Geld habe ich dafür nicht bekommen. Es gab auch keine Absprache im Vorfeld. Dennoch weise ich euch an dieser Stelle darauf hin, da ihr den Blogpost als Werbung für den Concept Store empfinden könntet. Und weil Abmahnvereine ihn vermutlich als Werbung ansehen.


Doch dann packte mich irgendwann der Ehrgeiz, meinen schwarzen Daumen zumindest mit einem hellgrünen tauschen zu wollen. Denn wie konnte es sein, dass bei Igor und Co. alles so mega grün und wohnlich war und bei mir keine Topfpflanze auch nur ihre Teenie-Zeit erlebte? Ich las mich also durch das Internet, bestellte Blogger-Bücher und ging vor allem von nun an regelmäßig Pflanzen shoppen. Und nach und nach stellte ich fest, soooo schwierig sind die meisten Zimmerpflanzen in der Pflege gar nicht.

Christiane im Twentynine Palms EssenTwentynine Palms Essen RüttenscheidTwentynine Palms Essen Rüttenscheid

Grünes Wohnen im Pott

Seit gut zwei Jahren ziehen deshalb monatlich neue grüne Freunde bei mir ein. Die Sukkulenten und Kakteen, Monstera und Pilea und wie sie alle heißen, kaufe ich oft in Holland oder im Internet. Denn die Auswahl an exotischen Pflanzen ist in den meisten Gartencentern hier im Pott doch recht überschaubar. Und: Hierzulande gibt es fast nie schöne Töpfe oder Accessoires zu den Grünpflanzen. Das ärgert mich. Dann hat man mal eine echt schöne Pflanze gefunden, hat man im Baumarkt dann bei den Töpfen die Auswahl zwischen spießig und oberspießig.

Doch damit ist jetzt Schluss. Denn in Essen-Rüttenscheid hat vor ein paar Wochen genau so ein Laden wie ich ihn von meinem Holland-Trips kenne und lieben gelernt habe, eröffnet: das „Twentynine Palms“. Als mir bei Instagram der Laden vorgeschlagen wurde, tanzte mein grünes Herz vor Freude. Eeeeendlich… ein grüner Concept Store in meiner Nähe! Betrieben wird der kleine Laden von Christiane Jepsen. Und heute nehme ich euch mit diesem Blogpost einfach mal mit in ihren Laden.

Modedesignerin und Plants-Liebhaberin

Aber zuerst vielleicht ein paar Worte zu Christiane. Sie stammt aus Essen und ist eigentlich Mode-Designerin. In diesem Job hat Christiane auch 17 Jahre lang bei einem großen Modekonzern gearbeitet. Sie verdiente dort gutes Geld, doch Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich. Und so entschied Christiane sich zu noch einmal etwas ganz Neues zu wagen. Dass das ein grüner Concept Store sein würde, war ihr allerdings noch nicht klar.

Ich finde das ja immer ziemlich bemerkenswert, wenn jemand seine feste Stelle und ein gutes Gehalt aufgibt und sich selbstständig macht. So ist es zum Beispiel auch bei Julian in Dortmund gewesen, den ich vor ein paar Monaten in seinem Laden im Kaiserviertel besucht habe. Aber warum hat Christiane ihren Laden gerade in Essen eröffnet und nicht im kaufkraftstarkem Düsseldorf? So als „ehemalige“ Designerin liegt ihr die Mode-Stadt Düsseldorf doch bestimmt, oder nicht? „Eigne Freunde haben mir dazu geraten“, erzählt Christiane mir. Sie ist sich jedoch sicher, dass sie sich mit einem Laden dort nicht richtig wohlgefühlt hätte. Und so blieb sie lieber in ihrer Hood und eröffnete nur wenige Straßen von ihrer Wohnung entfernt das „Twentynine Palms“.

Twentynine Palms Essen RüttenscheidTwentynine Palms Essen Rüttenscheid

Grüner Concept Store in Rü-Nähe

Umso besser für uns. Denn so müssen wir nicht bis nach Düsseldorf fahren, um Zimmerpflanzen, Wohnaccessoires und Deko zu kaufen. Seit Dezember gibt es all die schönen Dinge, die im groben unter das Label „grünes Wohnen“ fallen, in der Bertoldstraße in Rüttenscheid. Einen Concept Store im Ruhrgebiet aufzumachen, birgt ein gewisses Risiko. Aus diesem Grund finde ich es sehr unterstützenswert, mal bei Christiane vorbei zu gehen. Und natürlich auch etwas zu kaufen.

Die Idee zum Laden kam Christiane auf Reisen. Ich kenne Läden wie das „Twentynine Palms“ vor allem aus Holland. Sie selbst ließ sich vor allem von einem Trip durch die USA inspirieren. Von dort stammt übrigens auch der Name. „Twentynine Palms“ ist ein kleiner Ort in Kalifornien, den Christiane vor drei Jahren zufällig durchquerte. Der Ort sei zwar jetzt nichts Besonderes gewesen, erzählt sie mir, aber den Namen hätte sie sehr schön gefunden.

Jetzt aber mal mehr zum Laden. Wer die Räumlichkeiten noch als Apotheke kennt, wird hier nicht mehr viel von dem finden, wie es früher einmal aussah. Christiane entschied sich zu einer gründlichen Renovierung. Die gesamte Einrichtung wurde entfernt und die abgehängte Decke freigelegt. Auch der überbaute Eingang ist verschwunden. Jetzt ist der vordere Bereich hell, freundlich und einladend. Eine Mischung aus Industrial und Boho-Style. Kurz: Einer dieser Läden, in den man tritt und sich denkt: „Wow, bitte einmal alles zum Mitnehmen.“

Twentynine Palms Essen Twentynine Palms Essen

Wohnaccessoires, Körbe, Bildbände und Postkarten

Natürlich ist Christiane als Designerin bei der Auswahl, was sie verkaufen möchte und wie sie es präsentiert, äußerst stilvoll vorgegangen. Im „Twentynine Palms“ findet ihr deshalb viele schöne Dinge, die perfekt zusammenpassen oder einen spannenden Kontrast bilden und gut zusammen aussehen.

Ich habe mich beim ersten Besuch für zwei Kakteen-Töpfchen entschieden, die jeweils drei kleine Füße haben und untenrum grün lackiert sind. Der Farbton passt perfekt zur Farbe der Kakteen, die in den Töpfen wohnen. Auf meinem großen Teakholz-Tisch in der Küche machen sie sich einfach ganz hervorragend. Schaut mal, bei Instagram habe ich davon ein Bild hochgeladen. Sind sie nicht einfach total hinreißend?

Beim Gang durch den Laden entdecke ich in den Regalen, auf dem Boden oder an der Wand immer wieder neue, kleine Kostbarkeiten, die ich alle gerne gekauft hätte. Okay, den Schmuck und die Handtaschen nicht, da wollen wir jetzt mal ehrlich sein. Aber auch die passen hier einfach gut hin. Neben Zimmerpflanzen und Wohnaccessoires gibt es auch Körbe, Bildbände und Postkarten. Beim Bezahlen (Man kann mit EC bezahlen, yeah!) fällt mir auf, dass selbst der Kassenzettel nicht bloß ein schnödes Stück Papier ist, sondern zum Corporate Design des Ladens passt. Kein Wunder, denn Christianes Mann ist Illustrator und hat wie sie einen guten Blick für Details. Twentynine Palms Essen

„Twentynine Palms“ besuchen

Ich drücke Christiane die Daumen, dass in ihr kleines Lädchen noch viele Urban Jungle-Liebhaber pilgern und den ein oder anderen Euro dalassen. Dann hätte sich ihr Mut den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen nicht nur für sie gelohnt, sondern auch für mich, der einen grünen Laden wie den ihren in Rüttenscheid bislang schmerzlich vermisst hat.

Wer Christiane und dem „Twentynine Palms“ bei Facebook folgen will, klicke bitte einmal hier. Zum Instagram-Account geht es hier entlang. Wie ich die Pflanzen aus dem „Twentynine Palms“ bei mir integriert habe, seht ihr unter anderem in diesem Beitrag über Badezimmerpflanzen.

Adresse
Twentynine Palms
Bertoldstraße 4
45130 Essen

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 11 bis 18.30 Uhr
Samstag von 11 bis 15 Uhr

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1 Comment

  • Reply nike

    was für ein schöner laden! <3 auch wenn düsseldorf für mich schneller zu erreichen ist, habe ich jetzt einen grund mehr, wieder mal in rüttenscheid vorbeizuschauen! auf instagram folge ich christiane bereits, fehlt nur noch der besuch im store!

    28. Februar 2018 at 22:13
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