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Food & Drinks

Rezept für besonders saftigen, veganen Schokokuchen

Rezept veganer Schokokuchen mit Sauerkraut

Veganer Schokokuchen war jetzt nicht unbedingt das Ziel, als ich im Supermarkt die Zutaten für mein Kuchen-Rezept zusammensuchte. Doch dank Banane und Sauerkraut ist diese Schokokuchen-Variante nicht nur besonders saftig, sondern auch noch vegan.

Manchmal hat es seine Vorteile, dass man einigen Kuchenkünstlern bei Instagram folgt, die ausschließlich tierfreie Rezepte posten. Denn auch wenn ich sehr weit davon entfernt bin, vegan zu leben, weiß ich durch meinen Instagram-Konsum wie man die Klassiker Milch und Ei im Kuchen ersetzen kann.

Das ist äußerst nützlich, wenn man wie ich nur das Wochenende und meist den Sonntag zum Backen Zeit hat. Denn, wenn die Läden geschlossen haben und man (ich) beim hektischen Wochenendeinkauf die Eier vergessen hat, aber für sein morgendliches Porridge immer matschige Banane im Haus, weiß man (also immer noch ich) ganz ohne Google: Ein Ei kann man durch eine halbe Banane im Teig ersetzen.

Und da ich gerade so schön pflanzlich unterwegs war, hab ich auch bei den restlichen Zutaten ausnahmsweise mal versucht komplett vegan zu bleiben. Also verkniff ich mir den obligatorischen Schluck Milch, den ich sonst an den Teig kippe. Die Butter wurde durch einen Rest Pflanzenfett ersetzt, der traurig im Kühlschrank vor sich hinvegetierte. Also ich habe die Margarine bestimmt nicht gekauft, keine Ahnung wie die in meinen Kühlschrank gekommen ist…

Schokokuchen ohne Ei und ohne Butter

Und auch die Schoki soll angeblich laut Verpackung vegan sein. Wie dem auch sei, ich habe mein bestes gegeben, wenn sich im Schokokuchen mit Sauerkraut und Banane doch irgendwo ein tierisches Lebensmittel eingeschlichen hat, bitte ich das zu entschuldigen.

Schuld an meinem Schokokuchen sind übrigens Jana und Lars, die bei Instagram dieses Bild posteten und ihre Follower dazu anhielten zu raten, welche ungewöhnliche Zutat sich im Kuchen versteckt. Sauerkraut ist es übrigens nicht, auch wenn ich das ziemlich nahe liegend finde. Wie gesagt, instagramgeschädigt, denn da posten dauernd Leute Schokokuchen mit Sauerkraut oder Zucchini. Also war das für mich die einzig plausible Antwort.

Egal. Kommen wir zum Rezept für den saftigen Schokokuchen. Denn das ist echt richtig gut. Wundert mich zwar nicht, da ich alle Zutaten sehr gerne mag, aber auch in Kombi sind sie herrlich saftig, schokoladig und ideal eben wie gesagt komplett pflanzlich.

Rezept veganer Schokokuchen mit Sauerkraut

Sauerkraut sorgt für Saftigkeit

Für Zucchini im Kuchen kann ich zwar keine Garantie geben, aber ab sofort lege ich für  Sauerkraut im Schokoladenkuchen meine Hand ins Backrohr. Es macht den Kuchen wunderbar saftig und man schmeckt es einfach null raus, obwohl hier nicht gerade wenig des Krauts in der Rührschüssel landete.

Da ich Sauerkraut ziemlich lecker finde, habe ich sogar extra viel genommen und auch ordentlich Sauerkrautsaft mit in den Teig geschüttet. Als der Kuchen dann im Ofen war, hauchte sich die Küche in einen wunderbar weißkohlige Wolke und ich feierte innerlich dafür, dass die süß-saure Kombi der Burner wird.

Na ja, Pustekuchen, man schmeckt absolut gar nix vom Sauerkraut im Endprodukt. Was mich ziemlich baff macht und auch etwas enttäuscht zurückließ, wird die meisten von euch sicherlich sehr freuen: Veganer Schokokuchen mit Banane und Sauerkraut, der einfach mal weder nach Banane noch nach Sauerkraut schmeckt, sondern einfach nur krass schokoladig. Was will man mehr? Ein langes Leben, viel Geld, gesunde Drogen… Ja, ich weiß, das war eine rhetorische Frage.

Rezept veganer Schokokuchen mit Sauerkraut Rezept veganer Schokokuchen mit Sauerkraut

Rezept für (veganen) Schokokuchen mit Banane und Sauerkraut aus der Kastenform (25 cm)

Zutaten

  • 125 Gramm Pflanzenfett
  • 250 Gramm brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 reife Bananen
  • 250 Gramm mildes Sauerkraut
  • 200 Gramm Zartbitterschokolade (mindestens 70 %)
  • 2 gehäufte Teelöffel Kakaopulver
  • 300 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Bio-Zitrone

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Pflanzenfett zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker in eine Rührschüssel geben. 3. Mit einem Handrührgerät auf niedriger Stufe vermengen und 2 reife Bananen stückchenweise hinzugeben. So lange miteinander vermengen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Das Sauerkraut inklusive Saft unterrühren. Achtung, zu grob geschnitten sollte es nicht sein. Größere Stücke aussortieren.
  4. Schokolade in einem Topf auf niedriger Stufe unter ständigem Rühren auf dem Herd erhitzen. Achtung, wenn ihr kein Wasserbad benutzt, brennt die Schoki schnell an.
  5. Geschmolzene Schokolade, Kakao und Backpulver zur Teigmasse hinzugeben und gut unterrühren.
  6. Nach und nach Mehl in die Rührschüssel zum Teig geben und unter ständigem Rühren zu einer homogenen Masse verarbeiten. Sollte der Teig zu fest werden, ein bisschen Zitronensaft unterrühren. Zwei Minuten auf hoher Stufe rühren.
  7. In eine gefettete und gemehlte Kastenform füllen und bei 180 Grad ca. 50 Minuten backen.
  8. Nach dem Auskühlen aus der Form lösen und mit Zitronenscheiben belegen. Der Saft der Zitrone bildet einen schön sauren Kontrast zum süßen Kuchen.

Rezept veganer Schokokuchen mit Sauerkraut

Dieser Schokoladenkuchen ohne Ei wird definitiv in meine Rezepte-Sammlung einziehen. Und das nächste Mal mache ich dann etwas mit Chiasamen und Weizengraspulver. Kleiner Scherz, soweit wird es vermutlich nie kommen.

PS: Welche Zutat war denn nun eigentlich in Janas und Lars‘ Schokoladenkuchen, die nicht so alltäglich ist? Die beiden sind uns noch die Auflösung schuldig.

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