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Food & Drinks

Im Beeren-Paradies: Gin Bramble

Gin Bramble

Werbung* Beim Gin des Monats stelle ich euch heute einen meiner absoluten Gin-Lieblinge vor, bei dem eine Frage aufkommt: Ist das noch Gin? Denn nur Feinschmecker werden in diesem Gin noch eine Wacholder-Note entdecken. Achtung, es wird fruchtig-süß.

*Hinweis: Der Gin wurde mir kostenlos und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt, ist also ein PR-Sample. Geld für den Beitrag erhalte ich nicht. Meine Lobpreisung erfolgt höchst freiwillig und ist ein persönlicher Tipp.


Meine Ex-Kollegin behauptete stets, sie möge keinen Gin. Eine spektakuläre Sache wie ich finde. Bei mir sind so generelle Aussagen zu ganzen Geschmackswelten etwas verpönt. Ich entgegne dann immer: „Wie, überhaupt keinen Fisch? Also weder Lachs noch Bachforelle, geräucherten oder panierten auch nicht?“ Oder: „Wie, gar keinen Käse? Weder Frischkäse noch Pecorino?“ Ihr merkt, worauf ich hinaus will.

Brockmans: Gin ohne Wacholder?

Zugegeben, das ist sicherlich für Leute äußerst nervig. Denn erstens dürfen sie ja essen (oder eben nicht essen), was sie wollen und müssen sich nicht erklären. Und zweitens ist es ja auch beeindruckend, wenn man einen Standpunkt hat, den man nicht relativiert. Also ich finde das krass, da ich alles immer relativiere und in Frage stelle. Auch meinen Geschmackssinn.

Aber mal zurück zum Gin. Auf bohrende Nachfragen von mir kam heraus, dass sie die Wacholder-Note, die nun mal elementarer Bestandteil eines Wacholder-Schnaps wie Gin ist, nicht mag. Tja, da kann man nichts machen, dachte ich mir lange Zeit. Und dann trank ich einen Brockmans-Gin.

Hergestellt ist der Brockmans in London. Erstmals auf dem Markt kam er 2008. Seitdem breitet er sich auch nach und nach in Deutschland aus. Der Vertrieb läuft allerdings, so ist mein Eindruck, nicht im ganz großen Stil ab und auch auf Gin- und Food-Messen sieht man den Gin nur ab und zu mal. Als Alltags-Gin hat er es auch schwer. Denn er ist, Achtung, Eigenaussage des Herstellers „Like No Other“.

Tasting Notes

Was ist also anders an dem Brockmans? Ich schmecke gar keine Wacholder-Note aus dem Gin heraus. Das mag an den Botanicals liegen. Elf an der Zahl finden sich im Brockmans Gin: Heidelbeeren, Brombeeren, natürlich Wacholder, aber auch Koriander, Zitronenschale, Orangenschale, Mandel, Zimtkassie, Veilchenwurzel, Angelikawurzel und Süßholz.

Bevor jetzt einige Brechreiz bekommen: Es klingt vielleicht erst einmal nicht so lecker und ultra-süß, aber soooo süß ist der Gin nicht. Also schon, wer es herb und wacholdrig mag, wird am Brockmans keinen Spaß haben. Für alle, die einem Likörchen nicht abgeneigt sind und eine fruchtige Gin-Alternative suchen, für die ist der Brockmans genau das Richtige. Nicht wahr Lars?

Vorsicht, auch wenn der Gin nicht nach Alkohol schmeckt, hat er dennoch 40 % Vol. Im Vordergrund stehen ganz eindeutig die fruchtig-süßen Noten. Im Abgang kommt dann eine leichte Wacholder- und Citrus-Frische auf.

Optik und Aufmachung

Auch hier ist der Claim Programm. Die schwere Flasche kommt dunkel und auffällig daher. Die Schriftzüge mit verspielten Blumen- und Rankmotiven sind sicherlich nicht jedermanns Sache, passen aber gut zum Inhalt. Rote Akzente in Schrift und Grafik sowie silberfarbene Umrandungen machen die Flasche zu einem echten Hingucker im Gin-Regal. Der untere Teil des Flasche ist mit einem Karomuster versehen. Mir ist die Flasche ein bisschen zu auffällig. Ein paar Spielereien weniger hätten der Optik gut getan.

Herstellung

Um die kräftigen Beeren-Aromen in den Gin zu bekommen, liegen die Botanicals mehrere Stunden im Getreide-Alkohol-Bad. Anschließend wird der Gin ganz klassisch in einer 100 Jahre alten Kupferblase destilliert, mit Wasser aufgefüllt und auf 40 % vol. gebracht sowie abgefüllt. Da er klar wie die meisten Gins ist, gehe ich davon aus, dass er zuvor noch durch einen Filter läuft.

Gin Bramble Cocktail

Cocktail-Rezept: Gin Bramble

Ideal für die heißen Frühlings- und Sommertage ist der Gin ganz langweilig mit einem guten Tonic-Water und viel Eis. Wer es more fancy mag und vor allem süß, dem sei dieses Gin-Rezept ans Herz gelegt, das ich aus dem Marketingmaterial des Herstellers gemopst habe.

Zutaten

  • 50 ml Brockmans Gin
  • 25 ml Zitronensaft
  • 25 ml Brombeerlikör
  • Brombeeren zur Deko

Zubereitung

  1. Das Tumbler-Glas mit Crush-Eis füllen.
  2. Den Gin und den Zitronensaft über das Eis geben.
  3. Abschließend den Brombeerlikör in kreisenden Bewegungen über dem Eis verteilen, um einen schönen Marmor-Effekt zu erhalten.

Tadaaa, fertig. Sieht nicht nur super aus so als Sommerdrink, sondern schmeckt auch noch wirklich gut. Und dieser Verlauf-Effekt ist ein echter Eye-Catcher auf jeder Gartenparty oder dem heimischen Balkon. Wer dem ganzen noch die Brombeere aufsetzen will, nimmt ein paar eisgekühlte Früchtchen mit ins Glas. Prost!

PS: Jaaaa, mit meinem Nachnamen musste ich einfach unbezahlte Werbung für das Zeugs machen. Ist jawohl klar, oder?!

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1 Comment

  • Reply Haydee

    Hört sich lecker an. Ich bin ja auch die „ich mag keinen Gin“ Fraktion. Wobei ich eigentlich sagen müsste: ich mag keinen Gin-Tonic. Ich hasse nämlich alles, was ansatzweise bitter ist. Mit süß und fruchtig bekommt man mich dagegen sofort, gg. Prost!

    15. Juni 2018 at 17:23
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